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Koryu Uchinadi Fotos - Flyer - Unser Trailer - Kindertraining
Die meisten Leute haben ein ziemlich genaues Bild von dem was Karate ist. Sie verbinden meist zwei Tätigkeiten mit Karate: Schlagen und Treten. Doch das ist nur ein Bestandteil des Karate. Da Karate lange Zeit im wesentlichen dazu da war, um sich gegen körperliche Angriffe wehren zu können, stellte es ein komplettes Selbstverteidigungssystem dar. Dieses Selbstverteidigungssystem beinhaltete neben dem Schlagen und Treten auch viele Hebeltechniken, Würgetechniken sowie Würfe.
Mit der Einführung des okinawanischen Karate in Japan änderte sich dies jedoch grundlegend. Von nun an diente Karate im wesentlichen der körperlichen Ertüchtigung und als Methode, Schüler militärisch zu drillen um sie möglichst früh auf ihren Wehrdienst vorzubereiten. Viele der ursprünglichen Techniken wurden vereinfacht oder ganz entfernt. So wurde aus der zu Selbstverteidigungszwecken hoch entwickelten Kampfkunst ein wettkampforientierter Sport, der dann ohne jegliche Beziehung zu seinen eigentlichen Wurzeln in die westliche Welt exportiert wurde.
KORYU UCHINADI besinnt sich auf die Wurzeln der okinawanischen Kampfkünste und ist somit der Ursprung des Karate.
KORYU UCHINADI... ... ist eine sehr effektive Form der Selbstverteidigung. ... dient der geistigen und körperlichen Entwicklung. ... hilft dabei den eigenen Charakter zu festigen und zu formen. ... zeichnet sich durch fließenden Bewegungen aus. ... legt Wert auf die ursprüngliche Anwendung der Bewegungen. ... beschäftigt sich mit der Geschichte der ostasiatischen Kampfkünste.
Koryu Uchinadi basiert auf den in der Provinz Fujian (China), während der Qing-Periode (1644 -1911) entwickelten und später in Okinawa eingeführten Quanfa-Übungen. Diese Techniken haben sich mit den bereits vorhandenen alten Kampfkünsten Okinawas vermischt und wurden schließlich durch die japanische Kultur beeinflusst.
KORYU UCHINADI... ... Attackieren des Körpers durch Schläge und Tritte ... Gelenkhebel ... Würfe und Stand-Bodenübergänge (Clinchen) ... Würgetechniken ... Bodenkampf ... Attackieren von Vitalpunkten
Über den alleinigen Selbstverteidigungsaspekt hinaus beschäftigen wir uns mit dem Kampf als solchem und ergänzen unser Training durch Sandsack-, Pratzen- und Partnertraining sowie Sparring.
Historie Karate wurde vor Jahrhunderten als zivile Selbstverteidigung auf der Insel Okinawa entwickelt. Während das Schriftzeichen für „Kara“ früher “China” bedeutete, wurde es Anfang des 20. Jahrhundert, als Karate in Japan fest eingeführt wurde, mit der Bedeutung „leer“ belegt. Die Aussprache blieb jedoch gleich. Das zweite Schriftzeichen „Te“ bedeutet „Hand“. Somit wurde aus der „Hand aus China“, die „leere Hand“.
Die chinesischen Wurzeln lassen sich jedoch nicht leugnen. Auch wenn es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie sehr das traditionelle Karate aus Okinawa von den chinesischen Budokünsten beeinflusst wurde. Bereits im Jahre 1396 wurde eine chinesische Gesandschaft (die 36 Familien) im okinawanischen Dorf Kumemura angesiedelt. Einige Kampfkunsthistoriker gehen davon aus, dass bereits zu diesem Zeitpunkt, ein Austausch zwischen dem okinawanischen Te und dem chinesischen Quan Fa stattfand. Dieser Kontakt blieb auch in den darauf folgenden Jahrhunderten aufrechterhalten, so dass auch spätere Botschafter aus dem Reich der Mitte, wie z.B. Kushanku und Wanshu ihr Können auf die Bewohner der Ryukyu-Inseln übertrugen. Um ihr Wissen zu vertiefen, reisten einige okinawanische Meister wie z.B. Miyagi Chojun, Uechi Kanbun, Higaonna Kanryu nach China, um dann das Erlernte bei ihrer Rückkehr nach Okinawa in ihre eigenen Stilrichtungen einfliessen zu lassen.
Nach der Angliederung Okinawas an Japan (In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) verbreitete sich Karate schnell an den Universitäten. Um diese Popularität zu erreichen, mussten allerdings einige Anpassungen vorgenommen werden, z.B. die Vereinfachung der Kata, das Weglassen von realistischen martialischen Partnerübungen und das Entwickeln eines Wettkampfsystems, dass den Übergang vom kämpferischen „Karate Jutsu“ hin zum philosophischen „Karate Do“ ermöglichte.
Unser Ziel Wir verfolgen eben genau die alten Wurzeln des Karate. Somit unterrichten wir kein versportlichtes Wettkampfkarate, sondern legen grössten Wert auf die ursprüngliche Bedeutung der einzelnen Bewegungen. Hierbei spielen die einzelnen Partnerübungen (Renzoku Futari Geiko) und die korrespondierenden Kata eine tragende Rolle. Partnerübungen, wie Muchimi (kontrollieren ohne zu Greifen), Kote Kitai (Abhärten der Unterarme), Tegumi (zyklische Partnerübungen), Kakie (klebende Arme), Torite (Greiftechniken), usw. vermitteln so die einzelnen Prinzipien. Das Ziel ist es, ein Gefühl für die Situation und den Gegner, bzw. dessen Kraft und Kraftrichtung zu bekommen. Zudem soll eine Automatisierung eintreten und die Prinzipien verinnerlicht werden. Es gilt den Geist und den Körper zu konditionieren um somit im Ernstfall richtig reagieren zu können.
Wir legen sehr viel Wert darauf, dass jede Technik funktioniert, ohne aus den Augen zu lassen, dass gewisse Techniken aufgrund der körperlichen Verhältnisse nicht von jedem oder in jeder Situation ausgeführt werden können. Darum ist es wichtig ein breites Spektrum an Wissen zu erlangen.
Koryu Uchinadi und Patrick McCarthy Koryu Uchinadi ist die Zusammenfassung und moderne Interpretation Hanshi Patrick McCarthys, der in Fujian (China), während der Qing-Periode (1644 - 1911) entwickelten und später willkürlich in Okinawa eingeführten Quanfa-Übungen, die in der späteren Phase des Ryukyu-Königreichs weiterentwickelt und schliesslich durch die japanische Kultur beeinflusst wurden.
Die Lehre des Koryu-Uchinadi basiert auf der Arbeit von Karate-Pionieren wie: Kojo Taite (1837-1917), Aragaki Seisho (1840-1920), Xie Zhongxiang (1852-1930), Higashionna Kanryo (1853-1917), Hanashiro Chomo (1869-1945), Motobu Choki (1871-1944), Zhou Zhihe (1874-1926), Wu Xianhui (1886-1940), Tang Daiji (1887-1937), Kiyoda Juhatsu (1886-1967), Miao Xing (1881-1939), Oshiro Chojo (1887-1935), Richard Kim (1919-2001) und Kinjo Hiroshi (1919- ) etc.
Hanshi Patrick McCarthy wurde am 04.12.1954 in Kanada geboren. Seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit den diversen Budodisziplinen. Er ist Direktor der IRKRS (International Ryukyu Karate-Jutsu Research Society), Autor und Übersetzer verschiedener bekannter Bücher („Bubishi“, „Ancient Okinawan Martial Arts 1 und 2“, „Watashi no Karate Jutsu“, etc.) und Träger des 8. Dan (verliehen von der Dai Nippon Butokukai).
Die Grundprinzipien des Koryu Uchinadis beinhalten
· Kamae Waza (Stellungen und Körperhaltungen) · Kaishu Waza (Techniken mit der offenen Hand) · Heisho Waza (Sonstige Arten der Kraftübertragung) · Uke Waza (Techniken des Annehmens und Weiterleitens) · Keri Waza (Fußtechniken) · Tsuki Waza (Fausttechniken)
Diese sechs fundamentalen Übungen umfassen sowohl Einzel- als auch Partnerübungen.
Des Weiteren beinhaltet das Koryu Uchinadi Curriculum folgende Punkte
· Ukemi-Waza (Fallschule) · Kata · Kansetsu-Waza (Hebeltechniken) · Shime-Waza (Würgen) · Tuite-Waza (Attackieren von anatomischen Schwachpunkten) · Nage-Waza (Wurftechniken) · Ne-Waza (Bodentechniken) · Kobudo · Tai Sabaki
Die Stilrichtung Koryu Uchinadi wird im Budokan durch Gregor Kurfer vertreten.
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